Oslo
Lenas Herz schlägt für Deutschland – und erobert Europa“I heart you, Germany”: Lena Meyer-Landrut zeigte sich in der Stunde ihres Triumphs heimatverbunden. Dennoch flogen der Siegerin des Eurovision Song Contest aus ganz Europa die Herzen zu.
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Randnotizen
Reporter berichten über kleine Katastrophen und heimliche Helden ihres Alltags
Gute-Nacht-Lieder zwischen Trümmern Während meines Besuchs in Haiti kurz nach dem schweren Erdbeben bin ich im Gästehaus der Caritas in Port-au-Prince untergekommen. Es hätte sogar ein Zimmer für mich gegeben, aber ich schlafe lieber in einem Zelt im Hof. Schließlich gibt es immer noch Nachbeben.
Der Nachrichten-Wettlauf Gerichtssprecher Franz Cutka unterdrückt nur mühsam ein noch breiteres Grinsen. Ob er nicht etwas tun könne, hat ihn gerade ein Reporter verzweifelt gefragt.
Seirans Satellitenverbindung Die Kontaktaufnahme mit der Redaktion zu Hause in Deutschland ist auch an der Grenze zu Abchasien kein größeres Problem. Das Handynetz in der Kleinstadt Sugdidi funktioniert ordentlich, das Satellitentelefon hat ohnehin guten Empfang.
„All of Germany’s cars“ Seitenspiegel an Seitenspiegel pressen sich die Autos aus Tiflis heraus. Fünf Minuten vergehen, mehr als hundert Meter haben wir dabei nicht zurückgelegt. Mein Fahrer schlägt auf die Hupe.
EU-Beobachter in Georgien Nukri Odischaria denkt gerne an seine Zeit in Deutschland zurück. Der Enddreißiger aus dem westgeorgischen Sugdidi war als Soldat der Roten Armee einige Jahre in Brandenburg stationiert. Nach der Wende verkaufte er mit Kameraden heimlich einen Teil der Benzinvorräte seiner Truppe.
Der Reporter bleibt unersetzlich
Naturkatastrophen, Terroranschläge, militärische Konfrontationen und politische Unruhen – es gibt so gut wie keinen Brennpunkt rund um den Globus, an dem AFP nicht mit eigenen Reportern vor Ort ist. Die Liste dieser oft riskanten Einsätze für eine unabhängige und authentische Berichterstattung ist lang. Dabei zählt AFP mit seinen Korrespondenten immer wieder zu jenen Medien, die zuerst am Ort des Geschehens auftauchen und bis zuletzt dort ausharren: vom Krieg im Gazastreifen über die Terroranschläge in Mumbai bis hin zum Erdbeben im italienischen L’Aquila.
Es sind Einsätze dieser Art, mit denen sich AFP über die Jahrzehnte hinweg den Ruf einer Reportage-Agentur par excellence erworben hat. Der deutschsprachige Dienst von AFP profitiert dabei von dem engmaschigen weltweiten AFP-Netz. Mit ca. 1200 fest angestellten Journalisten (unter ihnen 250 Fotografen) und mehr als 2000 freien Mitarbeitern in 165 Ländern ist es das dichteste weltweite Korrespondentennetz überhaupt.
Der deutsche AFP-Dienst begnügt sich aber nicht damit, die Berichte seiner internationalen Kollegen umzuschlagen. Seit 2002 gibt es innerhalb der AFP GmbH einen eigenen „Reporterpool“, der für weltweite Reportageeinsätze bereitsteht. Gegründet wurde der Pool vor dem Hintergrund der gewachsenen internationalen Rolle Deutschlands, die sich u.a. im weltweiten Einsatz deutscher Soldaten und Hilforganisationen manifestiert. Viele Krisen und Katastrophen an fernen Orten sind nicht mehr wirklich „fern“, da sie auch deutsche Staatsbürger und deutsche Interessen direkt betreffen. Ist dies der Fall, dann brechen häufig deutsche AFP-Reporter auf, um die internationalen Teams der Agentur vor Ort zu unterstützen und speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse und Interessen der Kunden in Deutschland zu berichten.
Korrespondenten des deutschen AFP-Dienstes berichteten in den vergangenen Jahren etwa aus Afghanistan über den Einsatz der Bundeswehr, aus Georgien über die Patrouillen deutscher EU-Beobachter und aus dem Westjordanland über die Ausbildung palästinensischer Polizisten durch BKA-Beamte. Die deutschen Reporter reisen zudem nicht nur in Konfliktgebiete, sondern unterstützen die internationalen AFP-Teams auch bei anderen Topgeschichten, deren Abdeckung besonders aufwändig ist und die in Deutschland auf besonderes Interesse stoßen – wie etwa im Falle des Prozesses gegen den Inzestvater von Amstetten.
Auf diese Weise leisten die deutschen Reporter ihren Beitrag dazu, dass AFP sich in bewährter Tradition in der Gattung der Reportage hervortut. Sie ist das schwierigste aller journalistischen Genres - und besonders schwierig dann, wenn sie unter widrigsten Bedingungen recherchiert und verfasst werden muss. Die Mühen aber sind es wert.
Zwar mag die rasant voranschreitende kommunikationstechnische Vernetzung des Globus auch manchem Nachrichtenmacher vorgaukeln, dass sich vom Computer aus die ganze Welt erkunden lässt. Doch wenn etwa in militärischen Konflikten die verfeindeten Parteien mit Hilfe aller modernen Kommunikationsmittel die Berichterstattung zu dirigieren versuchen, ist der eigenständig vor Ort tätige Reporter ein wichtiges Korrektiv. Und wenn Konflikte und Krisen in der Berichterstattung aus den Machtzentren oft auf eine Konfrontation der politisch und militärisch Verantwortlichen reduziert werden, lässt der Reporter vor Ort die unmittelbar Betroffenen - Versehrte und Flüchtlinge, Soldaten und Helfer – zu Wort kommen.
Weil er Informationen, Erkenntnisse und Perspektiven liefert, die sich allein durch seine mühsame, hartnäckige und oft gefährliche Arbeit gewinnen lassen, bleibt der Reporter auch in der modernen Nachrichtenwelt unersetzlich. Bei AFP wird er immer ein Zuhause haben.
Daniel Jahn, Chefredakteur AFP GmbH
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Lovely Lena
Hat Lena Meyer-Landrut einen Freund? Sie verrät es nicht – und macht wie ihr Entdecker Stefan Raab auch ansonsten soweit es geht ein Geheimnis um ihr Privatleben.
Das Grauen reicht bis über die Grenze
Nur etwa zwei Autostunden ist das Grauen von Jímani entfernt, einer Stadt an der Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik. Deshalb drängen die Opfer des verheerenden Erdbebens von Port-au-Prince dorthin, um medizinische Hilfe und etwas zu essen zu bekommen.
Deutsche Bruderschaft am Balaton
Egal ob ein Audi aus Augsburg oder ein Wartburg aus Weimar nach langer Reise auf den Campingplatz im ungarischen Balatonfüred rollte, Béla Tóth empfing am Plattensee jeden mit offenen Armen.
EU-Beobachter in Georgien
Nukri Odischaria denkt gerne an seine Zeit in Deutschland zurück. Der Enddreißiger aus dem westgeorgischen Sugdidi war als Soldat der Roten Armee einige Jahre in Brandenburg stationiert. Nach der Wende verkaufte er mit Kameraden heimlich einen Teil der Benzinvorräte seiner Truppe.
Léogâne
Das Herz Haitis ist getroffenFriedrich Kircher bleibt äußerlich ruhig, als er in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und den umliegenden Orten die vielen eingestürzten Häuser und hunderte Obdachlose sieht. Doch dem Experten der deutschen Caritas ist klar, was das Erdbeben angerichtet hat: “Mein Eindruck ist, dass das Herz von Haiti getroffen ist.”
Budapest
Zuflucht in ZugligetMächtig erhebt sich der aus hellem Stein gebaute Kirchturm über das gepflegte Budapester Wohnviertel Zugliget. Imre Kozma tritt aus dem Schatten des viereckigen Turms in die heiße Sonne und zeigt auf den schmiedeeisernen Zaun um den Kirchhof: Hier verlief vor 20 Jahren für hunderte DDR-Bürger die Grenze zwischen Unsicherheit und Hoffnung.
Glinna
Letzte Ruhe für die Toten von Marienburg“Da lag ein Kinderkopf vor mir.” Wenn Bodo Rückert über das Massengrab im polnischen Marienburg (Malbork) spricht, ist er immer noch sichtlich betroffen. Die mehr als 2100 Leichen aus dem Zweiten Weltkrieg waren im Oktober zufällig beim Bau eines Hotels am Fuße der berühmten Ordensburg in Marienburg gefunden worden.
Sankt Pölten
Der letzte Vorhang für Josef F.Am Ende zeigt er keine Regung. Keine Träne, kein Zusammensinken, kein Laut. Josef F. sitzt einfach nur da und hört zu, wie Richterin Andrea Humer das Urteil verkündet. Lebenslänglich und die Unterbringung in der Psychiatrie, mit diesem Strafmaß musste F. rechnen.
Friedland bei Göttingen
“Ist das nicht ein Traum?!”So wie Anita Jnonan jetzt gekleidet ist – kurzer Jeansrock mit schwarzer Strumpfhose und Schnürschuhen -, hätte sie sich im Irak aus Angst vor Extremisten nie auf die Straße getraut.
Jericho im Westjordanland
Spurensuche am Tatort JerichoDie Bluttat ereignete sich vor den Augen palästinensischer und deutscher Polizisten am Rande Jerichos im Westjordanland. Eine Mitarbeiterin einer ausländischen Nichtregierungsorganisation wurde brutal getötet.
